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Definition und Abgrenzung
sozial – diakonischer Einsätze
Diakonie führt
eigentlich kein Konto.
Sie dient und hilft dem Mitmenschen in dem Mass, dass man es
vermag und der andere es benötigt. Ihr Ziel ist das „Konkret
werden“ von Nächstenliebe und Solidarität mit der Not des
anderen.
Sie ist der eine Flügel, mit dem das Evangelium zu den
Menschen kommt.
Der andere wäre die Verkündigung.
Kinder und
Jugendliche sollen die Kirchgemeinde als Ort erleben, wo
Glaube gelebt wird, wo man ihre Anliegen ernst nimmt, bereit
ist für eine offene Auseinandersetzung über Glaubens- und
Lebensfragen und ihnen Raum gibt für altersgemässe
Aktivitäten. Die Kinder und Jugendlichen sollen
Verantwortung übernehmen und im persönlichen Einsatz
Lebenssinn finden. (aus Konzept Kirche Kind und Jugend)
Es gibt
diakonische Tätigkeiten, die klar definiert werden können.
Z.B. organisierte Einsätze im Rahmen des
Religionsunterrichts oder ähnlichem. Aber es bleiben viele
Möglichkeiten und Varianten offen, die nicht im Vorfeld
bestimmt werden können. Dann muss von Fall zu Fall
entschieden werden. Der Einsatz von Sozialdiakonie unter
Schülern könnte unter folgenden Vorraussetzungen erfüllt
sein:
- Er muss
freiwillig sein (Der Schüler bestimmt den Ort, die
Person, nicht aber die Zeit)
- Das
Mindestmass von 45 Minuten sollte, (wenn möglich)
erfüllt sein. (45 min = 1 Schullektion)
- Der Einsatz
kann durchaus in der Einzelfallhilfe stattfinden. Er
dient einer Person, die/durch dessen Durchführung eine
Verbesserung/Linderung in der persönlichen
Lebenssituation erhält.
In diesem Rahmen
hat sich die Vorsteherschaft der Ev. Kirchgemeinde
entschieden die folgenden Einsätze für die Startphase
auszuwählen:
- Betreuung
einer betagten, hilfsbedürftigen Person
-
Spaziergang mit Menschen im Rollstuhl
-
Haushalthilfe/Einkaufen für betagte oder behinderte
Menschen
-
Aufgabenhilfe für schwächere Mitschüler (nach
Absprache mit dem Lehrer)
Abgrenzung
o Kein Jugendtreff.
Dieser ist freiwillig und dient der Freizeitgestaltung
o Kein Filmabend im Jugendtreff
o Keine bezahlte Arbeit für andere. Ausser der Lohn
fliesst an eine christliche oder
humanitäre Institution
o Kinderhüeti nur in begründeten Notfällen
o Sommerlager in Absprache mit dem Diakon
o Die sozial-diakonischen Einsätze werden kurz
dokumentiert (wer, was, wo, warum) und
von einer verantwortlichen
Person unterschrieben. In einer ersten Phase kann/soll
durch Stichproben die Qualität
geprüft werden.
Bemerkungen:
Das neue Konzept soll eine neue Stossrichtung darstellen,
die Eltern und Schüler begeistert. Wir sind überzeugt, dass
eine solche Verschiebung positiv aufgenommen würde.
Erkundigung bei kantonalkirchlichen Verantwortlichen ergab,
das diese Regelung in Gemeinden nicht ganz neu ist und als
sinnvoll anerkannt wird. Ein ausgewogenes Verteilen mit
Jugendgottesdiensten ist anzustreben. Von den 12 Bausteinen
können max. 5 in Diakonie und min. 7 im kirchlichen Feiern
abgegeben werden.
Wir sind bemüht,
als Kirche Innovation und Kreativität zu finden und zu
leben.
Genauso wenig wie Gott uns zu sich gerufen sondern zu uns
hinab gekommen ist, so wollen wir den Weg zum Mitmenschen
gehen. Wo er Hilfe erlebt - anerkennt und lobt er Gott. Das
ist mitunter ein Dienst der Kirche.
Sozialdiakon Mathias Hüberli |