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Antworten auf Fragen aus dem Jugendgottesdienst 21.01.2011

Antworten auf Fragen aus dem Jugendgottesdienst 17.12.2010

Antworten auf Fragen aus dem Jugendgottesdienst 08.10.2010

Antworten auf Fragen aus dem Jugendgottesdienst 19.11.2010
 

  

Definition und Abgrenzung
sozial – diakonischer Einsätze

Diakonie führt eigentlich kein Konto.
Sie dient und hilft dem Mitmenschen in dem Mass, dass man es vermag und der andere es benötigt. Ihr Ziel ist das „Konkret werden“ von Nächstenliebe und Solidarität mit der Not des anderen.
Sie ist der eine Flügel, mit dem das Evangelium zu den Menschen kommt.
Der andere wäre die Verkündigung.

Kinder und Jugendliche sollen die Kirchgemeinde als Ort erleben, wo Glaube gelebt wird, wo man ihre Anliegen ernst nimmt, bereit ist für eine offene Auseinandersetzung über Glaubens- und Lebensfragen und ihnen Raum gibt für altersgemässe Aktivitäten. Die Kinder und Jugendlichen sollen Verantwortung übernehmen und im persönlichen Einsatz Lebenssinn finden. (aus Konzept Kirche Kind und Jugend)

Es gibt diakonische Tätigkeiten, die klar definiert werden können.
Z.B. organisierte Einsätze im Rahmen des Religionsunterrichts oder ähnlichem. Aber es bleiben viele Möglichkeiten und Varianten offen, die nicht im Vorfeld bestimmt werden können. Dann muss von Fall zu Fall entschieden werden. Der Einsatz von Sozialdiakonie unter Schülern könnte unter folgenden Vorraussetzungen erfüllt sein:

  • Er muss freiwillig sein (Der Schüler bestimmt den Ort, die Person, nicht aber die Zeit)
  • Das Mindestmass von 45 Minuten sollte, (wenn möglich) erfüllt sein. (45 min = 1 Schullektion)
  • Der Einsatz kann durchaus in der Einzelfallhilfe stattfinden. Er dient einer Person, die/durch dessen Durchführung eine Verbesserung/Linderung in der persönlichen Lebenssituation erhält.

In diesem Rahmen hat sich die Vorsteherschaft der Ev. Kirchgemeinde entschieden die folgenden Einsätze für die Startphase auszuwählen:

    • Betreuung einer betagten, hilfsbedürftigen Person
    • Spaziergang mit Menschen im Rollstuhl
    • Haushalthilfe/Einkaufen für betagte oder behinderte Menschen
    • Aufgabenhilfe für schwächere Mitschüler (nach Absprache mit dem Lehrer)

 

Abgrenzung
o       Kein Jugendtreff. Dieser ist freiwillig und dient der Freizeitgestaltung
o       Kein Filmabend im Jugendtreff
o       Keine bezahlte Arbeit für andere. Ausser der Lohn fliesst an eine christliche oder
         humanitäre Institution
o       Kinderhüeti nur in begründeten Notfällen
o       Sommerlager in Absprache mit dem Diakon
o       Die sozial-diakonischen Einsätze werden kurz dokumentiert (wer, was, wo, warum) und 
         von einer verantwortlichen Person unterschrieben. In einer ersten Phase kann/soll
         durch Stichproben die Qualität geprüft werden.

Bemerkungen: Das neue Konzept soll eine neue Stossrichtung darstellen, die Eltern und Schüler begeistert. Wir sind überzeugt, dass eine solche Verschiebung positiv aufgenommen würde. Erkundigung bei kantonalkirchlichen Verantwortlichen ergab, das diese Regelung in Gemeinden nicht ganz neu ist und als sinnvoll anerkannt wird. Ein ausgewogenes Verteilen mit Jugendgottesdiensten ist anzustreben. Von den 12 Bausteinen können max. 5 in Diakonie und min. 7 im kirchlichen Feiern abgegeben werden.

Wir sind bemüht, als Kirche Innovation und Kreativität zu finden und zu leben.
Genauso wenig wie Gott uns zu sich gerufen sondern zu uns hinab gekommen ist, so wollen wir den Weg zum Mitmenschen gehen. Wo er Hilfe erlebt - anerkennt und lobt er Gott. Das ist mitunter ein Dienst der Kirche.

Sozialdiakon Mathias Hüberli

   
  

Update: 21.12.2010