Agenda

  • Samstag, 28. März 2020

    20:00 Uhr

    Jugend-Treff ABGESAGT!

    Jugendtreff-Disco bei MidnightSports

    Sporthalle Neukirch

  • Sonntag, 29. März 2020

    09:45 Uhr

    Gottesdienst findet nicht statt

     

  • Montag, 30. März 2020

    19:30 Uhr

    Gemeindegebet findet nicht statt

     

Tageslosung

Herzlich willkommen!


Information der Evang. Kirchgemeinde Egnach zur derzeitigen Corona-Krise

Liebe Kirchbürgerinnen und Kirchbürger, die derzeitige Corona-Krise geht uns alle an. Um die Verbreitung des Virus möglichst gering zu halten, muss ein direkter Kontakt zwischen Menschen vermieden werden. Von daher hat die Kirchvorsteherschaft beschlossen, dass folgende Veranstaltungen bis auf weiteres ausfallen oder verschoben werden.

●    Gottesdienste

●    Kindergottesdienste

●    Jugendgottesdienste

●    (Jugendgruppen) -> findet virtuell via "Zoom-Meeting" statt!

●    Religionsunterricht

●    Religionsprojekte

●    Konfirmandenunterricht

●    Konfirmandenlager

●    Zmittag für alle

●    Hausbesuche

●    Kirchgemeindeversammlung

 

Folgende Dienste bietet die Kirchgemeinde an:

●    Seelsorge am Telefon

Pfarrerin Simone Dors und Pfarrer Gerrit Saamer Tel: 071 477 13 29 oder

pfarramt@kirche-egnach.ch

●    Predigten unseres Pfarrehepaars zum Herunterladen auf unserer Internetseite www.kirche-egnach.ch

●    Predigt als Brief oder als E-Mail

Wenn Sie die Predigt als Brief zugestellt bekommen möchten, melden Sie sich gerne beim Sekretariat

Tel. 071 477 19 46 oder sekretariat@kirche-egnach.ch

●    Einkaufsdienst für Senioren/Innen und Menschen mit Vorerkrankungen

            Diakon Mathias Hüberli: Tel. 071 477 13 55 oder diakon@kirche-egnach.ch

            Diakon Christian Fischer: Tel. 071 477 11 70 oder diakon_ch.fischer@gmx.ch

 

Abdankungen

Abdankungen finden im engsten Familienkreis statt.

 

Verbunden im Gebet

Zu folgenden Zeiten wollen wir beim Läuten der Glocken zum Gebet innehalten.

●    Jeden Tag um 18.00 Uhr

●    Donnerstags 20.00 Uhr (schweizweit läuten die Glocken, Christinnen und Christen stellen eine Kerze ins Fenster)

●    Sonntags 9.45 Uhr

 

Gebet für die Menschen in unserer Gemeinde, in unserem Land und in der Welt.

 

Stand 23.3.2020


Einkaufsdienst für Senioren/Innen

Senioren/Innen und Menschen mit Vorerkrankungen müssen aktuell den öffentlichen Raum meiden! Gerne gehen wir für sie einkaufen! Bitte melden sie sich bei:

Diakon Mathias Hüberli: Tel. 071 477 13 55.  diakon@kirche-egnach.ch

oder

Diakon Christian Fischer: Tel. 071 477 11 70. diakon_ch.fischer@gmx.ch

Lassen sie uns wissen, welche Lebensmittel sie benötigen und bis wann. Ebenfalls ihre Adresse und Tel. Nr. Gerne beliefern wir sie zuhause!


Predigt vom Sonntag 22. März

Nicht am gleichen Ort aber zur gleichen Zeit

Am Sonntag in der Kirche wird es sehr still sein. Keine und keiner erscheint zum Gottesdienst. Wir müssen Distanz halten. Das ist wichtig, um einander zu schützen. Keine Menschenansammlungen, auch nicht in einer Kirche, das ist es, was uns zur Zeit hilft. Das fühlt sich noch sehr merkwürdig und ungewohnt an.

 

Eigentlich sollten auf dem Abendmahlstisch bunt bemalte selbstgetöpferte Kelche stehen. Und Kinder sollten da sein, die mit Traubensaft das erste Mal Abendmahl feiern. Und Eltern und Grosseltern sollten in den Bänken sitzen. Das wäre ein fröhliches Fest geworden! Und nun ist es still und leer. Das ist ungewohnt und manchmal schwer auszuhalten.

 

Die Veränderungen der letzten Woche sind so gross. Jeden Tag frage ich mich neu: Wie sieht das Leben heute aus? Welche Möglichkeiten habe ich noch mit anderen zu kommunizieren? Muss ich mich weiter einschränken? Jetzt ist alles abgesagt. Feiern, Ausflüge, ein gemeinsames Essen. Das ganze Leben wird ausgeräumt und umgestellt.

 

Ich muss in den letzten Tagen viel an die Haltung einer Frau aus dem Alten Testament denken. Das ist die Witwe aus der Sarepta. (1. Könige 17 ) Sie wohnte allein mit ihrem Sohn in der Stadt Sarepta. Der Prophet Elia begegnete ihr und bittet sie um Wasser und Brot. Damals herrschte in Israel eine grosse Dürre. Die Vorratskrüge der Witwe waren fast leer. Das ist bei uns nicht der Fall. Die Lebensmittel sind nicht knapp. Aber unser Leben ist auf eine andere Art ausgeräumt.

 

Die Witwe hat noch ein kleines bisschen Mehl, das reicht gerade noch für eine Mahlzeit. Danach hat sie nichts mehr für sich und ihren Sohn. Die Zukunft, die vor ihr liegt, ist beängstigend und ungewiss. Und nun, was tut sie? Sie könnte verzweifeln und verzagen. Und sich ganz zurückziehen und gar nichts mehr machen. Aber das macht sie nicht, sie schaut auf das, was sie tun kann. Sie nimmt dieses bisschen Mehl und backt Brot. Und sie teilt es auch noch mit dem Propheten Elia, dem sie begegnet. Und der Prophet Elia verheisst ihr von Gott her, dass ihre Vorräte niemals ausgehen werden.

 

Ich finde die Haltung der Witwe ist so eine starke Haltung: Auch wenn die nahe Zukunft beängstigend und ungewiss ist- das tun, was ich in dem Moment tun kann, um anderen und mir selber zu helfen. Das ist doch Glauben. Dass ich bei aller Unsicherheit und Angst auf das Gute sehe, was ich habe und tun kann. Das können wir auch.

 

Es ist schön, auf dem Balkon, am Fenster den Duft des Frühlings einzuatmen oder jemanden auf einem Spaziergang zu treffen und in sicherer Entfernung, mindestens zwei Meter Abstand, ein Gespräch zu führen. Ich kann mich auf das Gespräch einlassen. Das ist schön und wohl-tuend. Ich habe gerade mehr Zeit. Vielleicht geht manchen von Ihnen das auch so. Es ist auch schön in aller Ruhe ein Gespräch am Telefon zu führen. Ich glaube das ist tröstlich, wo wir uns doch gerade so ängstlich und wackelig fühlen.

 

Und es gibt so viele Ideen, die Menschen jetzt entwickeln, um sich miteinander verbunden zu fühlen, trotz des Abstandes den wir einhalten sollten. Viele dieser Ideen entsprechen dem Prinzip: Nicht am gleichen Ort, aber zur gleichen Zeit.

 

Zur gleichen Zeit verabreden sich Menschen um dem Pflegepersonal zu applaudieren. Zur gleichen Zeit, immer donnerstags um 20.00 Uhr stellen Menschen eine Kerze ins Fenster als ein Hoffnungszeichen. Und wir in der Evangelischen Kirchgemeinde Neukirch wollen sie gemeinsam mit der Katholischen Kirchgemeinde Steinebrunn einladen, abends beim Glockengeläut um 18.00 Uhr, gemeinsam, eben zur selben Zeit, aber nicht am selben Ort innezuhalten, und füreinander zu beten.

 

Gott möge uns den Blick für all das Gute schenken, das wir tun können.

Gott möge uns die Verbindung zueinander weiter spüren lassen.

Gott möge uns Vertrauen und Zuversicht schenken.

Amen

 

Ihre Simone Dors

Pfarrerin Evangelische Kirchgemeinde Egnach

 

Die Predigt als PDF zum herunterladen finden sie hier.

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Kirchenbote

Den Kirchenboten der Evangelischen Kirche des Kantons Thurgau finden sie hier.

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