Konfirmationen 26. April und 3. Mai 2026

Zweimal gleich und doch ganz persönlich

Rund um die Evangelische Kirche, war der Ablauf, an den vergangenen zwei Sonntagen, 26. April und 3. Mai, beide Male etwa gleich. Sonnenaufgang mit ruhigem Vogelgezwitscher. Vor neun Uhr besammelten sich eine Gruppe schön gekleideter junger Menschen. Das waren die Konfirmandinnen und Konfirmanden von diesem Jahr. Ebenfalls dabei zwei Frauen, eine mit einer grossen Kamera, das ist die Fotografin. Sie porträtiert die Jugendlichen an ihrem Konfirmationstag. Auf dem Gruppenbild ist auch ihre Pfarrerin, Simone Dors. Etwas später treffen immer mehr Leute in Festtagskleidern bei der Kirche ein. Das sind die Familien und Freunde der Konfis, die sich auf den Gottesdienst freuen. Die Gästeschar geht in die Kirche, die mit lachs-weissen Blumen geschmückt ist. Um 9.45 Uhr ziehen die jungen Frauen und Männer in die gut gefühlte Kirche ein. Die Gottesdienste sind sehr persönlich, da sie von den Jugendlichen mitgestaltet wurden. Vieles tragen sie selber vor, mit ihren eigenen Worten.

In der Predigt erzählt Simone Dors, dass die Konfirmation nicht nur der Abschluss, der evangelischen Grundausbildung, sondern auch eine Zusage ist. Nämlich die: «Du bist geschätzt und geliebt, so wie du bist. Ohne Leistungsausweis und ohne Rangliste». Jede Konfirmandin und jeder Konfirmand erhält persönliche Worte und einen Konfirmationsvers von der Pfarrerin und den Segen für die Zukunft.

Am Ende des Gottesdiensts verliessen zuerst die frisch konfirmierten jungen Menschen die Kirche und hinter ihnen die ganze Gesellschaft. Auf dem Vorplatz hatten schon fleissige Hände einen Apero bereit gemacht. Hier verweilten die Gottesdienstbesucher noch eine Weile, bei schönstem Frühlingswetter. Es wurden Glückwünsche ausgesprochen, Komplimente und Erinnerungsfotos gemacht. Gruppenweise verliessen die Gäste den Ort, um den Tag gemeinsam zu feiern und zu geniessen. Nachdem die Helfer:innen alles aufgeräumt hatten, wurde es wieder ruhig, rund um die Kirche in Neukirch, die jetzt um zwei wunderschöne Konfirmationstag reicher ist!


Rechnungsversammlung 29. April 2026

Am Mittwoch, dem 29. April 2026 fand die Rechnungsversammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Egnach statt. In seinem Jahresbericht hielt Präsident Daniel Christen Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr 2025 mit vielen schönen Anlässen und einem guten Miteinander in der Evang. Kirchgemeinde. Dabei dankte er den engagierten freiwilligen und angestellten Mitarbeitenden der Kirchgemeinde, die ein lebendiges Gemeindeleben möglich machten.

Anschliessend stellte Pflegerin Bea Nagel die Rechnung der Kirchgemeinde des Jahres 2025 vor. Die Rechnung schliesst bei einem budgetierten Aufwandsüberschuss von 31'700,-CHF mit einem Ertragsüberschuss von 51'966,- CHF ab. Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger genehmigten einstimmig die Rechnung und beschlossen den Ertragsüberschuss wie folgt zu verwenden: 25'000,- CHF Einlage in die Vorfinanzierung der Orgelsanierung und 26'966,- CHF - Übertrag auf das Eigenkapital.

Im Anschluss stellte Christian Thesen, Mitarbeiter beim Aarauer Glockenbauer Rüetschi, die Pläne zur Erneuerung der Glockenklöppel im Turm der Neukircher Kirche vor. Seit einiger Zeit sind die beiden grossen Glocken im Turm wegen schadhafter Klöppel stillgelegt. Beim geplanten Austausch sollen neue innovative Klöppel eingebaut werden, die den Klang der Glocken deutlich harmonischer machen. Alle fünf Glocken sollen auf diese Weise verbessert werden. Eine Erneuerung der Klöppel steht dann erst wieder in hundert Jahren an. Die Versammlung genehmigte den Nachtragskredit von 43'000,- CHF zur Sanierung der Glockenanlage.

Anschliessend wurde die Gruppe «Gemeindegebet» für ihr Engagement geehrt. Regula Aeschlimann, Ursula Brühlmann, Barbara Knopf, Ursula Metzger und Regula Stacher nahmen die Ehrung entgegen. Die Versammlung schloss mit einem musikalischen Beitrag des Kirchenchors unter der Leitung des Dirigenten Markus Meier. Anschliessend traf sich die Versammlung zum gemütlichen Beieinander bei Kaffee und Kuchen im Kirchgemeindehaus.


Kirchen an der GEWA

Alle acht Jahre findet in Egnach die Gewerbeausstellung statt. Egnacher Betriebe zeigen, was sie tun und was sie können. Vereine und Institutionen stellen ihre Arbeit vor. Das ist alles sehr interessant und die Besucherinnen und Besucher staunten, was in der Gemeinde alles läuft, was produziert und geschafft und auf die Beine gestellt wird. Gleichzeitig bedeutet GEWA vier Tage der Begegnung und des gemeinsamen Feierns. GEWA ist darum nicht nur eine Gewerbeausstellung, sondern auch ein Fest, das Menschen miteinander verbindet und den Zusammenhalt in der Gemeinde stärkt.

Die Evangelische und die Katholische Kirchgemeinde waren mit einem ökumenischen Stand vor der Rietzelghalle dabei. Hier konnte man ins Gespräch kommen über die Kirche, über Gott und die Welt. Allerdings: Besonders lebhaft ging es an der Hüpfkirche zu und her. Sie wurde von den Jüngsten unter den GEWA-Besucherinnen und Besuchern in Beschlag genommen. Der Spassfaktor GEWA trat hier ganz unmittelbar zu Tage. Diakonin Kendra Philipp und viele jugendliche Mitarbeitende regelten das Geschehen und griffen auch helfend ein, wenn es sein musste.

Ein Höhepunkt war sicher aber auch der Ökumenische Gottesdienst im Festzelt am Sonntagmorgen. Er wurde geleitet von Pfarrerin Simone Dors und Diakon Christian Fischer. Als besonderer Gast stand Dr. Floh, die Spital-Clownin bzw. „Traumdoktorin“ von der Stiftung Theodora, auf der Bühne. Sie wurde von Nina Venten interviewt und berichtete mit viel Humor von Ihrer Arbeit. Pfarrerin Simone Dors sagte in ihrer Predigt: „Als Traumdoktorin geht man mit Phantasie und Humor auf die Menschen zu, auch mit der Fähigkeit einmal über sich zu lachen.“ Sie erhoffe sich diese Fähigkeit für alle menschlichen Begegnungen. „Ich wünsche uns ein weites Herz, dass wir einander stärken und trösten können“, so die Egnacher Pfarrerin.

Begleitet wurde der sehr lebendige Gottesdienst vom Chor „Klangfabrik“ unter der Leitung von Jris Pauli. Klassiker der Popmusik gaben dem Morgen eine besonders farbige Note.

Die beiden Kirchgemeinden haben vier schöne und intensive Tage erlebt, die mit der Hilfe von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden beider Kirchen gemeistert wurden. In acht Jahren ist wieder GEWA. Die Kirchen in Egnach werden sicher wieder dabei sein.


Konflager 2026

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden verbrachten in den Frühlingsferien vom 7. bis 11. April ein erlebnisreiches Lager in der «Casa Moscia» am Lago Maggiore.

 

Am Dienstag versammelten wir uns um 8:30 Uhr am Romanshorner Bahnhof. Mit vollem Gepäck, guter Laune und viel Ambition stiegen wir in den Zug ein. Beim Lagerhaus angekommen, hatten wir Zeit, unser Zimmer einzurichten. Nach dem Einrichten der Zimmer lockerten wir die Stimmung mit Spielen auf. Danach hatten wir Freizeit und konnten am Ufer des Lago Maggiore Volleyball spielen oder sogar baden gehen. Am Abend durften wir uns am «All-you-can-eat»-Buffet satt essen. 

Am Mittwoch starteten wir den Tag wiederum mit einem leckeren Buffet, bei dem wir uns für das bevorstehende Programm stärken konnten. Anschliessend machten wir uns bereit für eine Wanderung. Bevor es losging, gab es einen Input. Wir beschäftigten wir uns mit den Themen «Selbstvertrauen» und «Angst». Danach begann unser Ausflug. Von Moscia aus fuhren wir mit dem Bus ins Maggiatal, wo wir gemeinsam wanderten und die Natur genossen. Nach einem aktiven Nachmittag kehrten wir mit dem Bus zurück in unser Lagerhaus. Dort blieb uns noch etwas Zeit zum Duschen und Ausruhen, bevor wir gemeinsam zu Abend assen. Den gelungenen Tag liessen wir schliesslich gemütlich mit einem lustigen Film ausklingen

Der Donnerstag begann mit freundlicher Musik. Wir sind putzmunter aufgestanden und sind fröhlich zum Frühstücksbüffet gelaufen. Nach diesem extrem gutem Frühstück fing es mit einer Pause an, danach hatten wir einen Input mit einer Geschichte die uns alle zum nachdenken brachte. Anschliessend wurden die vorbereiteten Spiele durchgeführt. In der Hälfte wurde eine Mittagspause eingelegt und nach diesem Event gab es Abendessen. Anschliessend sind wir zusammen nach Ascona gewandert und assen dort ein Glace. Als wir wieder zurückgekehrt sind hat uns ein Leiter aus seinem Leben erzählt. Berührt von der Geschichte gingen wir danach zu Bett. 

Am Freitag haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Locarno gemacht. Dort sind wir mit der Standseilbahn hoch zu der Wallfahrtskirche der Madonna del Sasso gefahren. Ein Kapuzinermönch erwartete uns dort. Er hat uns die Geschichte der Wallfahrtskirche erzählt. Am Nachmittag hatten wir Freizeit und konnten uns alleine in Locarno aufhalten. Manche von uns gingen Essen, manche shoppen und manche genossen einfach die Zeit am See. Zurück im Lagerhaus hatten wir nochmals Freizeit und konnten uns auf den Abschlussabend vorbereiten. Jedes Zimmer bekam den Auftrag, einen Programmpunkt zu gestalten. Wir haben mit «Limbo» begonnen, danach ging es weiter mit «Montagsmaler» und anschliessend "Bodenhöckerli". Nach einer kurzen Glace-Pause beendeten wir den Abend romantisch mit dem Spiel «Herzblatt» und einem Walzertanz. 

Am Samstagmorgen sind wir aufgestanden und haben uns gerichtet. Anschliessend gingen wir zum Frühstück. Danach fingen wir an zu putzen und haben gepackt. Um 10 Uhr mussten wir fertig sein. Das haben wir geschafft. Anschliessend ging es mit Bus und Zug zurück nach Romanshorn, wo wir abgeholt wurden. Es war ein richtig tolles Lager. 

 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden


Nachbericht Religionsprojekte

Ein besonderer Höhepunkt im evangelischen Religionsunterricht sind die Reliprojekte im März, die in allen Jahrgangsklassen der Kirchgemeinde stattfinden. In diesem Jahr wurden folgende Projekte durchgeführt:

4. Klasse:
Die Schülerinnen und Schüler trafen sich am 4. März im Kirchgemeindehaus zum Projekt «Faszination Bibel». Eine eindrückliche Bibelausstellung, von einer 1,5 Meter großen Bibel bis hin zu einer mikroskopisch kleinen Ausgabe, eröffnete vielfältige Zugänge zum Thema. Im Mittelpunkt stand die Bibel als besonderes Buch: ihre Herkunft, Bedeutung und Vielfalt. An interaktiven Stationen konnten die Kinder stöbern, ausprobieren und sich austauschen. Kreative, spielerische und gemeinschaftliche Elemente rundeten den Nachmittag ab.

6. Klasse:
Am 11. März besuchte die 6. Klasse die Synagoge in St. Gallen. Rabbiner Shlomo Tikochinski führte durch das Gebäude und erklärte zentrale Aspekte des jüdischen Glaubens und Gottesdienstes. Viele Inhalte knüpften an den Religionsunterricht an, etwa die Figuren Abraham, Mose und David. Ein besonderes Highlight war das Betrachten einer Thora-Rolle.

7. Klasse:
Die 7. Klasse traf sich im Kirchgemeindehaus zu einem Gemeinschaftsprojekt. Nach einem gemeinsamen Kochen und Essen schauten die Jugendlichen den Film Freedom Writers. Anschließend tauschten sie sich über zentrale Themen wie Zusammenhalt, Vorurteile und Ausgrenzung aus.

8. Klasse:
Die 8. Klässlerinnen und Klässler arbeiteten in Kleingruppen selbstständig weiter: Mit einer „Hauskreis-Box“ trafen sie sich zweimal privat. Diese enthielt Snacks, Bibeltexte, Leitfragen und Materialien zur kreativen Gestaltung. Die Treffen wurden dokumentiert und inhaltlich reflektiert.

Als Ausgleich für den zusätzlichen Aufwand entfiel der reguläre Religionsunterricht vom 16. März bis zu den Frühlingsferien. Das Katechetik-Team ist überzeugt, mit diesen Projekten eine lebendige und abwechslungsreiche Ergänzung zum Unterricht im Schulzimmer geschaffen zu haben.


Einführung Abendmahl 29. März

Am Sonntag, dem 29. März um 9.45 Uhr fand in der Evangelischen Kirche in Neukirch ein Gottesdienst mit einer Abendmahlsfeier statt.

Im März finden im evangelischen Religionsunterricht verschiedene besondere Projekte statt. Eines davon ist die Einführung in das Abendmahl für die Kinder der 5. Klasse. Gemeinsam haben wir uns an einem Nachmittag mit der Herkunft und der Bedeutung des Abendmahles beschäftigt. Wir haben das jüdische Passamahl kennengelernt, aus dem das christliche Abendmahl entstanden ist. Ausserdem haben die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Tonkelche gestaltet. Angeleitet wurden sie dabei von der Töpferin Yvonne Bühler. Mit ihren eigenen bunten Kelchen werden die Kinder gemeinsam mit der Kirchgemeinde im Gottesdienst das Abendmahl feiern. Wir freuen uns auf diese Feier und laden Sie herzlich dazu ein.


Ökumenischer Suppentag vom 22. März

Der ökumenische Suppentag sammelt für Kenia

Am vergangenen Sonntag fand der ökumenische Suppentag statt. In der frühlingshaft geschmückten Rietzelghalle versammelten sich viele Kirchbürger aus der katholischen und der evangelischen Kirchgemeinde. Der kurzweilige und inspirierende Gottesdienst wurde von Simone Dors und Christian Fischer gehalten. Die vereinigten Kirchenchöre sangen unter anderem das Lied: „Salz in der Suppe“. So lief uns schon das Wasser im Mund zusammen und wir freuten uns auf den Zmittag danach. Zuerst stellte uns Michaela Njuguna-Hut zwei Spendenprojekte vor. „Holistic Families Kenya“ und das kenianische Projekt von Fastenopfer. Da Michaela schon lange in Kenia arbeitet, konnte sie uns genau beschreiben, was die Problematiken sind und wie diese beiden Projekte sie zu beseitigen versuchen. Die gesamten Spendeneinnahmen kommen hälftig diesen beiden Organisationen zu.

Mit einer feinen Suppe und Wienerli dürften wir den Hunger stillen und beim reichhaltigen Kuchenbuffet auch noch den „Glust“.

Die Kosten des ökumenischen Suppentags werden von der politischen Gemeinde Egnach und der evangelischen und der katholischen Kirchgemeinde getragen.

Vom Einrichten bis zum Abwaschen haben viele fleissige Hände mitgeholfen. Alle haben zu einem gelungenen Anlass beigetragen. Vielen Dank!